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Historisches Familiensegeln in der Ägäis

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Nach der türkischen Südküste und dem Ausklarieren in Bodrum segeln wir nach Griechenland. Mit Kos beginnt für uns ein Abschnitt, der nochmal leichter wirkt. Dazu kommt Familienbesuch an Bord der Sea Pearl und wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit an Bord. Solche Tage verändern den Rhythmus an Bord. Wir schauen zusammen auf das Wetter, sprechen die nächsten Schläge etwas ausführlicher durch und nehmen uns an Land mehr Zeit. Für so eine Woche passt der Dodekanes sehr gut. Die Distanzen sind überschaubar, es gibt viele mögliche Stopps und man kann gut zwischen ruhigen Segeltagen und kleinen Ausflügen wechseln. Genau das tut auch uns richtig gut. Nach dem Roten Meer und den äußeren Zwängen fühlt sich diese Woche wieder deutlich mehr nach entspanntem Urlaubssegeln an.

Auf Kos nehmen wir uns erst einmal Zeit für die Insel. Oberhalb der Stadt besuchen wir das Asklepion. Solche Orte stehen in Griechenland zwar in jedem Reiseführer, man merkt dort sehr unmittelbar, wie lange diese Inseln schon bewohnt sind und wie hochentwickelt die griechische Kultur schon in der Antike war. Das Asklepion ist so etwas wie das erste Krankenhaus der Menschheitsgeschichte. Hier konnten sich schon vor Jahrhunderten Kranke erholen und pflegen lassen. Nach dem Rundgang fahren wir zum Mittagessen ans Meer und später weiter an die Ostspitze der Insel zu den heißen Quellen. Dort ist das austretende Wasser so heiß, dass man die Füße nur vorsichtig hineinhält. Zum Sonnenuntergang schauen wir uns noch eines der kleinen Bergdörfer der Insel mit einem wahnsinnig schönen Sonnenuntergang an. Das alles ist natürlich längst kein Geheimtipp mehr, aber schön ist es trotzdem. Für den Beginn dieser gemeinsamen Woche passt es genau. Wir kommen ganz entspannt in Griechenland an, unternehmen ein klassisches Touri-Programm und haben trotzdem das Gefühl, dass es genau das ist, worauf wir uns gefreut haben.

Espresso Freddo – für uns typisch Griechenland
Bevor der Besuch kommt, nutzen wir den Meltemi um seit Langem mal wieder Kitesurfen zu gehen
Abendstimmung auf Kos im Bergdorf Zia
Uns geht es gut
Tolle Wasserfarben an den thermalen Quellen
Einige der noch erhaltenen Säulen am Asklepion von Kos
Die Familiencrew für die kommende Zeit im Dodekanes bis Mykonos
Blick auf das nächste Ziel – Kalymnos

Seglerisch geht es ähnlich entspannt weiter. Nachdem sich der Meltemi, ein teilweise stürmischer Nordwind, der in der Ägäis vor allem in den Sommermonaten bläst, sich für uns genau rechtzeitig etwas gelegt hat, machen wir uns von Kos auf den Weg nach Kalymnos. Schon die Einfahrt in den Hafen Vathi ist eindrücklich: eng, felsig und kaum Raum zum Manövrieren. Kalymnos lebt bis heute stark von seiner Geschichte als Insel der Schwammtaucher, und neben den Obstplantagen in dem engen Tal sehen wir auch jede Menge Souvenirstände mit jeder Form von Schwamm. Bleiben können wir in dem schönen Dorf, obwohl wir einen der seltenen Liegeplätze ergattert haben, leider nicht. Es steht etwas Welle in den Hafen, wir fühlen uns nicht mehr sicher und verholen uns deshalb spät am Tag noch in eine ruhigere Bucht im Norden der Insel und machen dort an einer Restaurantboje fest. Man plant einen Hafen, hat aber so viele Optionen, dass wir uns je nachdem wie sich Wind und Welle tatsächlich entwickeln, gleich eine andere Lösung parat hat, die für Boot und Crew am angenehmsten ist. Der Dodekanes bietet dafür genug Möglichkeiten. Gerade mit Besuch an Bord ist das sehr angenehm für alle an Bord.

Mit leichtem Wind segeln wir von Kos nach Kalymnos
Die enge Einfahrt zum Hafen des Dorf Vathy auf Kalymnos
Szene in den Obstplantagen von Vathy
Hafenszene in Vathy
Wir verholen uns in die Bucht Palionnisos im nördlichen Teil von Kalymnos
Die Bojen haben zwar enge Abstände…
…wir aber trotzdem eine sehr ruhige Nacht

Nach einer warmen und ruhigen Nacht geht es weiter nach Lipsi. Die kleine Insel gefällt uns sofort, weil sie überhaupt nicht versucht, besonders spektakulär zu wirken. Vieles ist dörflich, ruhig und angenehm unaufgeregt. Im Hafen liegen erstaunlich viele Boote, an Land bleibt die Stimmung trotzdem entspannt. Für uns ist das eines dieser typischen Griechenland-Erlebnisse, bei denen man gar nicht viel Programm braucht. Ein Spaziergang durch den Hauptort, ein paar Erledigungen, später ein gutes Abendessen – und der Tag ist rund. Besonders nett ist, dass wir auf Empfehlung eines Followers im Restaurant von Manolis landen, in dem wir vor der Entscheidung über das Abendessen sogar schon etwas in der Küche probieren dürfen. Lipsi ist für uns deshalb nicht die große Sensation dieser Woche, aber genau ein solcher Stopp, der einen Törn angenehm und erinnerungswürdig macht.

Die Sea Pearl im Hafen von Lipsi
Griechen-Kirche
Ziege vor Haus in Lipsi
Vor der Bestellung des Abendessens dürfen wir in der Küche von Manolis probieren

Danach suchen wir uns einen Ankerplatz im Inselgebiet nördlich von Lipsi bei Arki. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, und zusammen mit hellem Stein und sandigem Grund entstehen Farben, die fast eher an tropische Reviere erinnern als an die Ägäis. Natürlich ist Griechenland keine Südsee, aber in solchen Buchten merkt man sehr gut, warum viele Segler immer wieder hierher zurückkommen. Wir baden, ankern dann in einer gut geschützten Nachbarbucht, fahren später mit dem Beiboot zum Abendessen an Land und genießen, wie einfach sich hier gute Tage ergeben. Genau diese Mischung aus kurzen Schlägen, ruhigen Nächten und kleinen Ausflügen ist mit Besuch an Bord ideal. Für uns zeigt sich der Dodekanes in dieser Woche als Revier, das zwar touristisch erschlossen ist, aber vielerorts noch erfreulich ursprünglich ist. Gerade im Vergleich zu späteren und bekannteren Ecken der Kykladen spürt man hier noch etwas mehr Gelassenheit.

Die Ankerplätze im Süden von Arki fühlen sich fast nach Karibik an
Wir auf unserer Sea Pearl im Süden von Arki
Mit dem Dinghy gehts zum Abendessen
Griechisches Sonnenuntergang-Stilleben

Ein besonderer Höhepunkt ist am nächsten Tag dann die Insel Patmos. Schon bei der Einfahrt in die riesige Hafenbucht thront auf dem höchsten Berg der Insel unübersehbar das Johanneskloster. Neben dem Athos gehört das Kloster zu den wichtigsten religiösen Orten der griechisch-orthodoxen Welt. Seit fast tausend Jahren prägen die Mönche und die zugehörige Religionsschule die Insel. Das Kloster steht weithin erkennbar über dem Ort und gibt der ganzen Insel eine eigene Prägung. Besonders deutlich wird das, wenn man ein wenig über die unmittelbare Umgebung hinaus schaut. Auf Patmos gibt es mehrere Orte, die mit der religiösen Geschichte der Insel verbunden sind, darunter auch die sogenannten heiligen Sitze früherer Eremiten, Felshöhlen an teilweise sehr exponierten Stellen der Insel. Spätestens dort versteht man gut, warum man sagt, die Insel atme griechisch-orthodoxe Geschichte. Für uns ist das nicht nur interessant, sondern auch atmosphärisch sehr stark. Patmos wirkt konzentrierter, ruhiger und in vielen Teilen ernster als die Inseln davor.

Wir erkunden die Klosterinsel Pathmos
Blick auf die große Hafenbucht
Viele kleine Kirchen säumen den Weg
Der Innenhof des Johannesklosters
Blick ins Allerheiligste
Wir zünden eine Opferkerze an
Abendstimmung im Hafen von Pathmos
Das Kloster thront hoch über dem Hafen
Die früheren „Sitze“ der Eremiten sind teilweise schon stark verwittert

Dabei bleibt Patmos aber keineswegs nur ein religiöser Erinnerungsort. Tagsüber erkunden wir die Klostermauern, weiß getünchte Häuser und trinken Espresso Freddo mit Blick aufs Meer. Abends sitzen wir am schönen Hafen und erleben ein ganz normales, sehr entspanntes griechisches Leben. Tavernen, Spaziergänge an der Uferlinie, Menschen, die draußen sitzen, und dieser ruhige Takt, den viele kleinere Inselorte nach Sonnenuntergang bekommen. Die Insel wirkt nicht wie ein Museum, sondern wie ein Ort, an dem Geschichte bis heute im Alltag mitschwingt. Für uns ist Patmos deshalb nicht nur wegen des Klosters ein Höhepunkt, sondern weil dort auf engem Raum viel von dem zusammenkommt, was das Segeln in Griechenland so angenehm macht: gute Infrastruktur, überschaubare Wege, Geschichte, gutes Essen und eine Landschaft, die selbst ohne großes Programm eindrücklich bleibt. Es ist eine Insel, auf der wir uns wohlfühlen.

Mit dem Aufbruch von Patmos ändert sich die Woche dann seglerisch. Früh am Morgen brechen wir nach Mykonos auf. Die Strecke führt gut 70 Seemeilen über die Ägäis, und zunächst läuft alles so, wie man es sich wünscht. Auf den ersten Seemeilen steht der Nordwind gut, und wir kommen schnell voran. Nach mehreren ruhigeren Tagen fühlt sich das nach richtigem Segeln an. Später in der Abdeckung von Ikaria verschwindet der Wind fast vollständig, wir müssen die Segel einholen und ein Stück motoren. Solche Windlöcher gehören in diesem Revier dazu, besonders im Lee größerer Inseln. Kaum sind wir wieder frei, warten hinter dem Leuchtturm an der Westspitze aber schon die Schaumkronen. Der Meltemi kann hier über viele Seemeilen Anlauf nehmen, und sobald er wieder ungebremst durchsteht, wird es sportlich. Die Sea Pearl läuft schnell, die See wird lebhafter und wir konzentrieren uns, damit wir zügig und sicher vorankommen. Gerade nach den gemütlicheren Tagen freuen wir uns, dass wir auch mal wieder mit etwas Druck segeln können. Etwas beklemmend ist, dass einige Stunden lang auf Kanal 16 ein von der griechischen Küstenwache koordinierter Such- und Rettungseinsatz wegen eines gekenterten Flüchtlingsbootes aus der Türkei läuft. Wir bekommen zwar nicht unmittelbar etwas mit, ein mulmiges Gefühl bleibt aber.

Früh am Morgen brechen wir auf Richtung Mykonos
Zunächst geht es nocht entspannt im Windschatten der Inseln los
Vollgas Richtung Mykonos im Meltemi
Die Stimmung an Bord ist trotzdem toll
Mykonos kommt in Sicht
Wir ergattern einen der wenigen Hafenplätze direkt am Hauptort in Mykonos

Auf Mykonos haben wir Glück und bekommen in der oft sehr vollen Marina tatsächlich einen Liegeplatz. Die Marina ist dabei eigentlich gar nicht auf Transitgäste ausgelegt. Neben einer kleinen Charterflotte liegen eigentlich nur Day-Charter oder Sunset-Sail-Katamarane für die „Landtouristen“ der Insel im Hafen. Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Shuttleboot in den alten Hafen und schauen uns den Hauptort an. Natürlich ist Mykonos voller und touristischer als die kleineren Inseln zuvor. Trotzdem hat der Ort für uns einen sehr eigenen Reiz. Was uns am stärksten bleibt, ist nicht so sehr der Trubel, sondern das Bild dieser Insel. Weiße Häuser, blaue Fensterläden und Türen, dazwischen enge Gassen, darüber dieses harte, klare Licht der Kykladen und immer wieder der Blick auf das tiefblaue Meer. Die Konturen wirken hier schärfer als anderswo, das Weiß der Fassaden fast blendend und das Blau von Wasser und Holzläden noch intensiver. Selbst ganz einfache Hauswände sehen durch das Licht plötzlich besonders aus. Dazu kommen die bekannten Windmühlen oberhalb des Wassers, die mit ihren hellen Körpern und den dunkleren Holzteilen genau in dieses Bild passen und sofort das Gefühl vermitteln, in den Kykladen angekommen zu sein. Gerade diese Bilder machen Mykonos für uns so einprägsam. Vieles wirkt dort fast wie auf eine sehr klare Farbpalette reduziert: Weiß, Blau, Stein, Meer und das helle Licht darüber. Uns – und vielen anderen Touristen – gefällt das. Wir sind aber auch froh nach dem krassen Trubel in den engen Gassen der Altstadt Abends wieder in den ruhigen Hafen und auf unsere Sea Pearl zu kommen. Auch wenn da der Meltemi im Rigg pfeift.

Wir erkunden Mykonos Stadt bei heftigem Meltemi
Die berühmten Windmühlen
Die Windmühlen von nah
Ich vor der berühmten Häuserzeile direkt am Wasser
Mykonos Stadt
Kykladen-Stilleben mit Luisa
Typisch Griechenland in den Kykladen

Auch am nächsten Tag erkunden wir nochmal die Insel. Es ist wirklich hübsch hier. Mal schaut man durch eine enge Passage nur auf eine weiße Wand mit blauer Tür, dann wieder öffnet sich der Blick auf einen kleinen Platz, die Windmühlen oder auf das Meer zwischen zwei Häuserreihen. Dieser Wechsel aus Enge und Aussicht, aus Schatten und gleißendem Licht, bleibt uns dort viel stärker in Erinnerung als die vielen Menschen.  Am Abend treffen wir dann noch einen treuen Zuschauer unserer Videos auf YouTube. Irgendwie verrückt, dass vorher wildfremde Menschen unser Boot kennen, den Blog lesen oder anderweitig die Reise verfolgen und dann sitzt man plötzlich gemeinsam auf einer griechischen Insel zusammen, obwohl sich die Wege vorher nie gekreuzt haben. Nach diesem Sundowner gehen wir nochmal wirklich lecker griechische Essen und lassen den letzten gemeinsamen Tag mit unserem Familienbesuch an Bord langsam ausklingen. Es ist toll, dass wir so eine abwechslungsreiche und entspannte Woche zu fünft an Bord erleben konnten.

Weil der Meltemi weiterhin kräftig steht, entscheiden wir uns nach dem Abschied noch für einen zusätzlichen Tag an Land. Wir nutzen ihn für einen Ausflug nach Delos und geben der Ägäis und dem Meltemi damit etwas mehr Zeit sich wieder zu beruhigen. Dass Delos so nah liegt, passt für uns perfekt. Nach dem sehr bildstarken Mykonos wirkt dieser Ausflug wie die historische Ergänzung dazu. Die Insel war schon im 7. Jahrhundert vor Christus ein bedeutendes Heiligtum für Apollo. Ab 478 vor Christus wurde sie zum religiösen und politischen Zentrum des Delischen Bundes. Nachdem die Athener den Bundesschatz 454 vor Christus nach Athen verlegt hatten, blieb Delos wichtig, veränderte aber seine Rolle. Einen großen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Insel noch einmal ab 166 vor Christus als Freihafen unter römischem Einfluss. Schon im 1. Jahrhundert vor Christus startete dann mit Kriegen und Plünderungen schon wieder der Niedergang. Heute läuft man durch die Ruinen und merkt an vielen Stellen, wie groß und bedeutend dieser Ort einmal gewesen sein muss. Wir sehen ein riesiges Amphitheater, ein unterirdisches System der Wasserversorgung mit einer Kanalisation und so etwas wie fließendem Wasser in den luxuriösesten Häusern und eine Stadt, die so arbeitsteilig aufgebaut war, wie man das von Heute kennt. Auch wenn wir mit den Touristenmassen über die Insel geschoben werden, lohnt sich der Ausflug.

Weil der Meltemi immer noch bläst erkunden wir Delos
Die Ruinen von Delos
Beeindruckend, was vor mehr als zweitausend Jahren hier für ein Reichtum geherrscht haben muss
Die Löwen von Delos
Die Sea Pearl im Hafen von Mykonos

Am folgenden Morgen geht es weiter nach Kithnos. Im Vergleich zu den Vortagen hat der Meltemi etwas nachgelassen, sportlich bleibt es aber trotzdem. Es sind genau die Bedingungen, die wir zwar erwartet hatten. Die Power des Windes ist aber trotzdem beeindruckend. Wegen des Windschattens von in Luv liegenden Inseln, wechseln sich Abschnitte unter Motor in einem unruhigen Wellenbild mit schnellen Seemeilen unter teilweise stark gerefften Segeln ab. Wir sind ständig am Trimmen, schauen auf Böen, Wellen und unseren Kurs. Dabei merken wir aber mal wieder, wie viel Spaß uns auch so sportliches Daysailing macht. In den Böen liegen zeitweise um die 28 Knoten an und nicht nur eine Welle duscht uns mal komplett durch. Wir segeln bei strahlendem Sonnenschein trotzdem im Ölzeug. Auch das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Wir sind froh, dass wir diesen Schlag nicht schon früher mit Familienbesuch an Bord gemacht haben, denn offenbar waren nicht alle stärkeren Böen in den Modellen sauber enthalten. Es war also gut und richtig sich vor dem stärksten Meltemi zuerst in Patmos und dann auf Mykonos in gut geschützten Häfen zu verstecken. So passt es für uns aber gut. Wir haben Freude am Segeln und können mal wieder richtig Powern. Die Ankunft in der Bucht auf Kithnos ist dann willkommen ruhig. Sie ist nicht nur optisch wunderschön, sondern bietet auch guten Schutz. Nach einem solchen Tag fühlt sich die Ruhe an Bord besonders gut an. Wir liegen sicher, kochen etwas Schönes und freuen uns auf eine wirklich ruhige Nacht. Gerade nach den letzten volleren Tagen ist es schön, wieder nur von Wasser, Booten und der Landschaft umgeben zu sein. Solche Abende sind für uns ein wesentlicher Teil dessen, warum wir diese Reise gemacht haben.

Unter stark gerefften Segeln geht es von Mykonos nach Kithnos
Bei solch sportlichen Bedingungen bleibt die ein oder andere Dusche nicht aus
Die Schmetterlingsbucht von Kithnos
Tolle Farben am Sandstrand der die Bucht teilt
Ruhige Abendstimmung – wohlverdient

Am nächsten Morgen geht es mit glatterem Wasser und deutlich moderaterem Wind weiter nach Poros. Die Segel sind flach getrimmt, alles läuft kontrolliert und ruhig. Damit endet für uns ein toller Abschnitt durch die Ägäis. Die entspannten Tage im Dodekanes mit Familienbesuch, kurzen Schlägen und viel Zeit an Land, Patmos mit seiner besonderen Geschichte, anschließend Mykonos mit den weißen Häusern, den blauen Läden, den Windmühlen und diesem typischen harten Licht der Kykladen und schließlich die Überfahrt über Kithnos nach Poros mit der sportlicheren Seite der Ägäis. Griechenland zeigt auf dieser Strecke innerhalb weniger Tage sehr unterschiedliche Facetten, und genau das macht diesen Abschnitt für uns so besonders. Für uns bleibt vor allem das Gefühl, dass sich Dodekanes und Kykladen auf dieser Route sehr gut ergänzt haben. Es war Urlaub, Familienzeit, interessantes Reisen und gutes Segeln zugleich.

Mit einem schönen Am-Wind Kurs geht es von Kithnos nach Poros
Im Trichter vor Poros dreht der Wind und wir gleiten Raumschots dahin
Die Hafenzeile von Poros
Tolle Abendstimmung in Poros am Kai

Wie unsere Reise im saronischen Golf, mit einem Schaden am Rigg und dann der Passage durch den Kanal von Korinth weitergeht, schreibe ich hier auf unserem Blog wieder in der nächsten Zeit. Wie immer könnt ihr unsere Reise im bewegten Bild auf YouTube nachverfolgen und die tagebuchartigen Beiträge in Instagram nachlesen. Hier gehts zum Video über die Zeit im Dodekanes und hier rund um Mykonos.

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